Zwei, wie man so schön sagt, dicke Brocken haben unsere KSW IceFighters Leipzig am kommenden Wochenende vor der Brust. Zunächst empfangen sie am Freitagabend um 20 Uhr den Spitzenreiter Tilburg Trappers im heimischen anona ICEDOME. Am Sonntag steht dann das Auswärtsspiel bei den Hannover Indians auf dem Spielplan.
Wichtigstes Wochenende der Saison? Woche der Wahrheit? Wer ist der mögliche Playoff-Gegner? Blickt man auf die Tabellensituation, könnten einem diese Gedanken kommen. Doch Headcoach Patric Wener sieht das nicht so und will das Thema nicht so hoch hängen:
„Ich möchte zum jetzigen Zeitpunkt nicht darüber spekulieren, auf wen wir in den Playoffs treffen könnten. Es geht um das hier und jetzt und das sage ich auch meinen Spielern. Wir müssen von Spiel zu Spiel denken.“ Zurecht verweist er darauf, dass es in jedem Spiel drei Punkte zu verteilen gibt – unabhängig davon, welchen Tabellenplatz der Gegner einnimmt. Daher gilt aus Sicht des Leipziger Trainers nach wie vor: „Wir wollen und müssen in jeder Spielsituation sowohl offensiv als auch defensiv konzentriert sein, hart arbeiten und auch Geduld haben. Dann ergeben sich Chancen, die es zu nutzen gilt. Unser Anspruch ist es, uns von Spiel zu Spiel zu steigern.“
Die nächste Gelegenheit zu dieser Steigerung gibt es gegen den Tabellenführer aus Tilburg. In dieser Saison standen die Trappers zu jedem Zeitpunkt auf einem Platz, der das Playoff-Heimrecht bedeutet. Schlechteste Platzierung war Rang vier nach dem elften Spieltag. Seit dem 21. Spieltag halten die Tilburg Trappers die Spitzenposition. Selten in dieser Liga: Kein einziger Spieler wurde nach Saisonstart nachverpflichtet bzw. abgegeben. Da hat man zu einem offensichtlich eine gute Personalpolitik betrieben und ist außerdem von schwerwiegenden Ausfällen verschont geblieben. Ganze 199 Tore, und damit durchschnittlich über fünf Tore pro Spiel haben die Trappers in dieser Saison geschossen. Damit ist die größte Stärke unserer Gäste bereits beschrieben, denn mit 127 kassierte man über 20 Gegentore mehr als Leipzig und auch die Goalies haben im Gegensatz zu unseren beiden Torhütern eine Fangquote von unter 90 Prozent. Nach zwei Niederlagen, je eine auswärts und zuhause, konnten die IceFighters am 12. Januar auswärts den ersten Saisonsieg gegen die Niederländer feiern und wollen am Freitag die Saisonbilanz gegen die Trappers ausgleichen.
Am Sonntag um 19 Uhr heißt im Auswärtsspiel der Gegner Hannover Indians. Damit geht es gegen einen unmittelbaren Konkurrenten im Kampf um die Plätze, die das Heimrecht in den Playoffs bedeuten. Die beiden vergangenen Wochenenden schlossen die Indians mit jeweils einem Sieg und einer Niederlage ab. Großer Trumpf ist die Heimstärke. Die letzten sechs Begegnungen auf heimischem Eis konnten ausnahmslos gewonnen werden. Einen personellen Wechsel in der Verteidigung des Tabellenfünften hat es kürzlich gegeben: Nicolas Turnwald verließ die Indians nach einem Jahrzehnt Richtung Rostock, dafür holte man Thomas Gauch aus Halle.