Knapper Tilburger Sieg im Spitzenspiel

Die KSW IceFighters Leipzig haben vor 1859 Zuschauern das Top-Match der Oberliga Nord am Freitag knapp mit 1:2 verloren. Tabellenführer Tilburg brachte eine frühe Führung über die Zeit und steht kurz vor dem Gewinn der Meisterschaft. Die Zuschauer sahen über 60 Minuten ein Spiel auf sehr hohem Niveau, dass an Spannung kaum zu überbieten war.

Gästetrainer Todd Wariner sagte nach dem Spiel, er hätte seiner Mannschaft vorher eingeschärft, von Beginn an hellwach und bereit zu sein. Und sein Team hatte auf ihn gehört: Einen Abspielfehler der Leipziger an deren eigenem Tor nutzte D´Artagnan Joly eiskalt aus und traf in der vierten Minute aus kurzer Distanz zum 1:0 für Tilburg. In der neunten Minute schloss Liga-Topscorer Phillip Marinaccio einen Konter zum 2:0 für die Gäste ab. Doch Leipzig konnte wie schon beim vergangenen Heimspiel gleich das erste eigene Powerplay für einen Treffer nutzen. In der 17. Minute war es Tom Pauker (Jesper Alasaari, Johan Eriksson), der den Anschlusstreffer erzielte.
Drei weitere Strafzeiten gegen die Trappers im zweiten Drittel blieben hingegen ungenutzt. Jedoch konnte auch Tilburg seine Überzahl nicht nutzen – auch nicht in der Schlussphase des Mittelabschnitts, als die IceFighters eine doppelte Unterzahl ohne Gegentreffer überstanden. Während im ersten Abschnitt Tilburg besser war, konnte sich das Leipziger Team in Drittel zwei deutlich steigern und war mindestens gleichwertig.
Das Schlussdrittel ging, zumindest was die Spielanteilen und Torchancen anging, klar an die Gastgeber, doch die Trappers konnten auch hier den Vorsprung halten. Mal half das Torgestänge, mal rettete Goalie Andree in höchster Not.
In den beiden Schlussminuten waren die Tilburg Trappers durch eine Strafe dezimiert und Leipzigs Headcoach Patric Wener zog zudem Goalie Konstantin Kessler. Doch auch in dieser turbulenten und dramatischen Schlussphase wollte die Scheibe nicht im Gästetor landen, so dass Tilburg drei Punkte mit nach Hause nehmen konnte.

Trotz der Heimniederlage war Patric Wener mit der Leistung seines Teams zufrieden. Er und sein Tilburger Pendant Todd Wariner waren sich einig, dass die Zuschauer in dieser Begegnung schon einen Vorgeschmack auf die demnächst anstehenden Playoffs bekommen haben.