Bevor wir uns in einem Vorbericht dem ersten Playoffspiel gegen die Bietigheim Steelers widmen, soll an dieser Stelle die Stadt vorgestellt werden, in der die Steelers beheimatet sind.
Zunächst heißt es (vor allem für unsere Auswärtsfans): Achtung Falle! Denn Bietigheim gibt es zwei Mal in Baden-Württemberg – einmal eine 6.500-Einwohner-Gemeinde im Regierungsbezirk Karlsruhe (da gibt’s kein Eishockey) und einmal im Regierungsbezirk Stuttgart – da wird Eishockey gespielt, und zwar in der EgeTrans Arena in der Schwarzwaldstraße 40 (Fassungsvermögen über 4500 Zuschauer). Und letzteres Bietigheim heißt eigentlich mit vollständigem Name Bietigheim-Bissingen. Zur Sicherheit hier auch die gut zu merkende Postleitzahl: 74321.
1975 schlossen sich im Zuge einer Gebietsreform die Stadt Bietigheim und die Nachbargemeinde Bissingen zur Großen Kreisstadt Bietigheim-Bissingen zusammen. Beneidenswert: Die über 40.000 Einwohner große Stadt Bietigheim-Bissingen ist schuldenfrei und gilt als eine der reichsten Städte Baden-Württembergs. Während anderswo die Pro-Kopf-Verschuldung berechnet wird, spricht man hier von der Pro-Kopf-Rücklage, also dem genauen Gegenteil. Vor allem die Automobil- und deren Zulieferindustrie (Porsche, Dürr, Bosch) haben sich hier angesiedelt.
Das Wahrzeichen der Stadt, die im 2. Weltkrieg nahezu unversehrt blieb (nur zwei Prozent wurden zerstört), ist das Bietigheimer Eisenbahnviadukt, das Mitte des 19. Jahrhunderts im Stile eines römischen Aquäduktes erbaut wurde. Entfernt erinnert es an die Göltzschtalbrücke im Vogtland, ist aber nur halb so lang und nicht einmal halb so hoch. Sehenswert sind die zahlreichen Fachwerkhäuser in der Innenstadt sowie die zahlreich erhaltenen Elemente der mittelalterlichen Stadtbefestigung. Kunstliebhaber können sich an der „Skulptour Bietigheim-Bissingen“ erfreuen. Annähernd 40 Skulpturen verschiedener Künstler sind in der Innenstadt zu finden.
Wer also seinen Besuch des Auswärtsspiels unserer IceFighters noch um einen kleinen Stadtbummel ergänzen möchte, wird dies sicher nicht bereuen.