Die KSW IceFighters haben das Spiel 1 im Playoff-Viertelfinale in Bietigheim gewonnen und beendeten die Serie der Steelers von 23 gewonnenen Heimspielen in Folge. Für die Leipziger war es gleichzeitig der achte Sieg hintereinander.
Ohne die Verteidiger Jesper Alasaari und Steve Hanusch, dafür mit Förderlizenzspieler Karl Gärtner waren die IceFighters zum ersten Spiel der Serie angereist.
Vor 3271 Zuschauern in der EgeTrans Arena merkte man zu Beginn beiden Mannschaften, dass sie zunächst auf Fehlervermeidung bedacht waren. Und beide Teams ließen tatsächlich nur wenige erfolgversprechende Chancen des Gegners zu – so, wie man es von der besten Defensive des Nordens und Südens fast erwarten konnte. Bietigheim ließ ein Powerplay ungenutzt, konnte sich aber vor allem in der Schlussphase des ersten Drittels in der gegnerischen Zone festsetzen. Dort scheiterte man aber mehrfach an der sehr präsenten Leipziger Verteidigung bzw. am Nord-Goalie des Jahres Konstantin Kessler.
Im zweiten Drittel nahm das Spiel an Fahrt auf. In der 27. Minute hätte es um ein Haar im Steelers-Tor eingeschlagen, doch den Schuss von Tom Pauker lenkte Bietigheims Goalie Schmidt an den Pfosten. Zwei Minuten später fiel das Tor auf der anderen Seite. Nach einer Puckeroberung im Leipziger Drittel wurde Jan Vesely bedient, der allein aufs Leipziger Tor lief und die Scheibe dort unterbrachte. Wenige Minuten später mussten die Gäste eine 2+2 Strafe überstehen, was ihnen gelang. Sie hatten sogar eine gute Chance, während dieser Unterzahl ein Tor zu erzielen. Der Torerfolg gelang dann wenige Minuten später – in der 38. Minute. Emil Aronsson (André Schietzold, Daniel Visner) schaltete bei einem missglückten Befreiungsversuch eines Bietigheimer Spielers am schnellsten und ließ dem gegnerischen Schlussmann bei seinem Schuss keine Chance.
Mitte des drittel Drittels hatten die Gastgeber die Chance auf die erneute Führung, als Tyler McNeely allein auf Konstatin Kessler zulief. Doch im Duell mit Leipzigs Schlussmann blieb der Steelers-Stürmer nur zweiter Sieger. In der 50. Spielminute ging Leipzig in Führung. Daniel Visner (Johann Eriksson, Amadeus Egger) wurde in zentraler Position mustergültig bedient und schoss gegen die Laufrichtung des gegnerischen Torwarts ins Tor. Eine Schlussoffensive erstickten die Leipziger fast im Keim und hätten kurz vor Schluss noch einen Emptynetter versenken können, doch Emil Aronsson wurde regelwidrig bedrängt, was eine Strafe für Bietigheim zur Folge hatte. Da noch ein zweiter Steelers-Spieler wegen unsportlichen Verhaltens in die Kühlbox geschickt wurde, konnten die IceFighters die letzte Spielminute mit einer doppelten Überzahl absolvieren und gaben die verdiente Führung nicht mehr ab.
Damit gingen die KSW IceFighters Leipzig in der Best-of-Seven-Serie mit 1:0 in Führung und haben am Sonntag um 16 Uhr beim Heimspiel im anona ICEDOME die Möglichkeit, diese Führung auszubauen.