Johann Wolfgang Goethe schrieb im August 1822 in sein Tagebuch von Sokolov als „einem wohlgebauten Orte … den ich gar oft, nach Carlsbad fahrend, gar anmuthig im Thale an der Eger liegen sah…“. Damals trug Sokolov noch den deutschen Namen Falkenau, wobei die Wortbedeutung dieselbe ist („Falke“ = tschechisch „Sokol“).
Die knapp 750 Jahre alte Stadt in der Karlsbader Region war aufgrund ihrer zentralen und strategischen Lage immer wieder Schauplatz kriegerischer Auseinandersetzungen. Im Dreißigjährigen Krieg Anfang des 17. Jahrhunderts wurde Falkenau von bayerischen und sächsischen Truppen eingeschlossen. Während des Österreichischen Erbfolgekrieges wurde die Stadt ab Oktober 1742 von französischen Truppen sowie sächsischen Grenadieren und ungarischen Husaren und Dragonern belagert und schließlich besetzt. Rund anderthalb Jahrzehnte später litt Falkenau im Siebenjährigen Krieg immer wieder unter wechselnden Einquartierungen durch das Militär, das eine Spur der Verwüstung hinterließ. Nach dem ersten Weltkrieg wurde Falkenau der Tschechoslowakischen Republik zugeschlagen, was zu Spannungen zwischen den Volksgruppe führte. Ende der 1930er Jahre besetzten die Deutschen das Gebiet und dieser Zustand blieb bis zum Ende des Zweiten Weltkrieges erhalten.
Wirtschaftliche Bedeutung hatte in den vergangenen Jahrhunderten zunächst der Hopfenanbau, wie auch oben erwähnter Dichter Goethe feststellte: „Es ist der Hofenbau (das „p“ fehlt im Originalzitat), der die gestreckten Hügel hinter der Stadt in stundenlangen Reihen ziert, ein unübersehbarer Garten in der Nähe, ein weitverbreitetes Buschwerk in der Ferne.“ Durch den zunehmenden Bergbau und die Verwendung der Braunkohle als Brenn- und Heizmaterial kam der Hopfenanbau Ende des 19. Jahrhunderts jedoch fast gänzlich zum Erliegen.
Zahlreiche Bergbauflächen wurden in den vergangenen Jahrzehnten rekultiviert. Die aus sportlicher Sicht bedeutendste sind jene 200 Hektar, auf denen sich der Golf Club Sokolov befindet – ein attraktiver und anspruchsvoller 18-Loch-Meisterschaftsplatz, an dessen Topografie man die frühere Nutzung als Tagebau noch ablesen kann.
Wahrzeichen der Stadt ist das klassizistische Schloss im Zentrum der Stadt, das heute ein Museum beherbergt.
Sowohl im Fußball als auch im Eishockey verfügt Sokolov über Teams in der jeweils zweithöchsten Spielklasse. Beide heißen „Banik“, was so viel wie „Bergmann“ oder „Kumpel“ bedeutet und auf die Bergbautradition hinweist. Leipzigs Testspielgegner HC Banik Sokolov landete in den vergangenen Spielzeiten meist im soliden Mittelfeld. Mal erreichte man die Playoffs, mal nicht. In der vergangenen Saison war im Achtelfinale Schluss, in den zwei Spielzeiten zuvor verpasste man die KO-Runde. Bestes Resultat der jüngeren Vergangenheit war das Erreichen des Playoff-Halbfinals in der Saison 2021/2022. Im diesjährigen Kader unseres 1945 gegründeten Testspielgegners stehen bis auf den polnischen Nationalspieler Patryk Krezolek sowie den Slowaken Lubomir Kupco ausschließlich tschechische Spieler.
Headcoach Petr Holejsovsky gehört praktisch zum Inventar des Vereins. Von 1996 bis 2007 ging er für Banik auf Torejagd und seit 2017 gehört er zum Trainerstab, war Nachwuchstrainer, Assistant Coach, Teammanager und ab dieser Saison erstmals Cheftrainer der ersten Mannschaft.