Wochenendgegner GKS Katowice

Am 6. und 7. September stehen wie im Vorjahr zwei Testspiele gegen GKS Katowice an. Erfreulicherweise wird auch ein Fanbus in die rund sechs Autostunden von Leipzig entfernte polnische Großstadt (280.000 Einwohner) fahren.

Der Verein Górniczy Klub Sportowy (GKS) Katowice entstand 1964 als Fusion aus zahlreichen Sportvereinen der Stadt. Im Jahr zuvor wurde in Kattowitz ein spezielles Komitee einberufen, mit dem Ziel, alle Vereine und Sportklubs der Stadt zu einem großen zu vereinen. Neben der Fußballabteilung ist es vor allem die Eishockeysparte, die große Bekanntheit erlangte. Bis zur erwähnten Fusion 1964 spielte man seit 1920 im eigenständigen Verein Gornik Katowice Eishockey.
Die erfolgreichste Zeit hatte die Eishockeyabteilung von GKS von 1958 bis 1970, als man sechs Mal polnischer Meister wurde. In der Saison 2004/2005 stieg man ab. Der Wiederaufstieg in die Ekstraliga, die heute Polska Hokej Liga heißt, gelang 2013. Zwei Jahre später gab es einen sportlichen Rückschlag, als man wieder absteigen musste. Doch seit 2016 sind die Kattowitzer (Vereinsfarben: schwarz-grün-gelb) wieder erstklassig. 2019 gewannen sie die Hauptrunde und in den Jahren 2022 und 2023 wurden sie polnischer Meister. In den vergangenen zwei Spielzeiten wurde Katowice jeweils Vizemeister.
Seit der Saison 2021/2022 heißt der Headcoach unseres Vorbereitungsgegners Jacek Plachta. 14 Spielzeiten hat der heute 56-jährige als Stürmer in der DEL gespielt – unter anderem für Landshut, Schwenningen und Nürnberg. Auch einige der Trainerstationen führten ihn nach Deutschland. So war er Assistant Coach in Crimmitschau und drei Jahre lang Headcoach bei den Crocodiles Hamburg.

Zurück in die Gegenwart: In der Saison 2025/2026 gehören dem polnischen Spitzenteam aktuell Spieler aus vier Ländern an. Knapp die Hälfte sind Polen, mehr als ein Viertel Canadier und zusätzlich komplettieren Schweden und Finnen das Team. Eine mit Deutschland vergleichbare Beschränkung der Ausländerzahl gibt es nicht. Die besten Scorer der Vorsaison stehen auch in dieser Spielzeit im Kader des polnischen Vizemeisters – die polnischen Nationalspieler Grzegorz Pasiut (59 Scorerpunkte), Patryk Wronka (45 Punkte) und Bartosz Fraszko (42 Punkte).