Vor 912 Zuschauern in der Erfurter Eishalle hatten die Gastgeber den besseren Start ins Spiel und gingen in der 10. Minute durch Enzo Herrschaft in Führung. Vorausgegangen war ein Scheibenverlust im eigenen Drittel, den der Erfurter Stürmer routiniert zu nutzen wusste. In der 13. Minute erhöhte die Black Dragons nach einem gut vorgetragenen Konter auf 2:0 (Maurice Keil). Im zweiten Drittel war es Erfurts Import-Finne Santeri Haraala, der die Führung weiter ausbaute. Er lief mit der Scheibe über das komplette Spielfeld und schloss mit einem Schuss aus zentraler Position zum 3:0 ab. In der letzten Minute des zweiten Spielabschnittes konnte Darek Hejcman auch die Gäste aufs Scoreboard bringen. Nach Vorarbeit von Johan Eriksson und Chad Bassen traf er im Powerplay ins Erfurter Tor.
Das Schlussdrittel begann wieder mit einem Leipziger Powerplay und wieder trafen die IceFighters. Torschütze in der 42. Minute war Jan-Luca Schumacher (Yannic Bauer, André Schietzold). Dann ging es Schlag auf Schlag. Dem 4:2 in der 44. Minute durch den Ex-IceFighter Louis Postel schloss sich das 4:3 durch erneut Jan-Luca Schumacher (Vincent Hessler, Luke Volkmann) an. Für den Ausgleich sorgte in der 51. Minute Chad Bassen (Johan Eriksson, Jesper Alasaari) mit dem dritten Leipziger Powerplaytreffer des Spiels. Kurz darauf mussten die IceFighters noch eine brenzlige Situation überstehen, als Erfurt eine doppelte Überzahl hatte. Doch weitere Tore fielen in der regulären Spielzeit nicht mehr. Auch die Overtime blieb torlos, so dass das Penaltyschießen entscheiden musste. Und hier hatte Erfurt das bessere Ende für sich.
Ein aus Leipziger Sicht enttäuschendes zweites Punktspielwochenende mit nur einem Punkt aus zwei Spielen liegt damit hinter den KSW IceFighters. Dass das Team derzeit sowohl die beste Powerplay-Statistik als auch Penalty-Killing-Statistik aufweist, ist nur ein schwacher Trost, soll aber an dieser Stelle dennoch nicht unerwähnt bleiben.
