Vor 3.925 Zuschauern, darunter etlichen Leipzigern, spielten die Hausherren von Beginn an druckvoll und brachten deutlich mehr Scheiben aufs gegnerische Tor.
Dieses fiel jedoch auf der anderen Seite, als Luke Volkmann nach einer unübersichtlichen Situation vor dem Indians-Gehäuse am langen Pfosten abstaubte. Die Vorarbeit zu diesem Führungstreffer in der neunten Minute kam von Max Herzog und Yannic Bauer. Die Gastgeber ließen im weiteren Verlauf drei Großchancen ungenutzt, was vor allem Leipzigs Goalie Eric Hoffmann zu verdanken ist. Am brenzligsten war es zwischen der 16. und 18. Minute, als die IceFighters zeitweise in doppelter Unterzahl auf dem Eis waren. Geburtstagskind Philipp Hertel analysierte nach dem ersten Spielabschnitt im Pauseninterview bei Sprade.TV: „Wir wussten, dass der Druck der Indians hoch sein wird und haben ihm bis jetzt standgehalten. Wir haben auch nicht erwartet, selbst viele Chancen zu bekommen. Aber die, die sich uns bieten, müssen wir nutzen.“ Zumindest im ersten Drittel funktionierte das.
Das zweite Drittel startete mit je einer Großchance auf beiden Seiten, doch in beiden Fällen war beim Goalie Endstation. Dem Ausgleich in der 27. Minute ging ein Leipziger Scheibenverlust an der gegnerischen blauen Linie voraus. Den anschließenden Konter schloss Emil Lessard-Aydin zum 1:1 ab. Es folgte eine Indians-Spezialität – ein Doppelpack. Eingeleitet von einem Leipziger Fehlpass im eigenen Drittel drehte Fedor Kolupaylo das Spiel – ganze 43 Sekunden nach dem Ausgleich. Auch danach dauerte es nur gut zwei Minuten, bis der nächste Indians-Treffer fiel. In der 30. Minute wurde Ryan Gropp vor Eric Hoffmanns Tor sträflich freigelassen und bedankte sich in Form des 3:1. Gegen Ende des Mitteldrittels hatten die Gäste zwei Mal beste Gelegenheiten, den Anschluss zu erzielen, brachten die Scheibe aber nicht im Tor unter. Ganz anders die Gastgeber: Sie konnten ein Powerplay in der 39. Minute zum 4:1 nutzen. Torschütze war wieder Ryan Gropp.
Das Schlussdrittel blieb, mit Blick auf Torerfolge, bis zur 53. Minute ereignislos. Max Herzog (Asst.: Daniel Visner) eroberte die Scheibe im gegnerischen Drittel über überwand Hannovers Schlussmann zum 4:2. In der Folge waren die Hausherren darauf bedacht, die Scheibe in den eigenen Reihen zu halten, ohne zwingend den Abschluss zu suchen. Die IceFighters nahmen sich in der Schlussphase selbst die Chance, weiter zu verkürzen, weil sie drei Minuten vor Schluss eine Unterzahlsituation hinnehmen mussten. Und das bis dahin zweitschlechteste Powerplayteam der Liga nutzte die Gelegenheit, um den 5:2 Endstand durch Fedor Kolupaylo zu erzielen.
Foto: Laura Römer
