Am kommenden Spieltagswochenende treffen die KSW IceFighters auf zwei Mannschaften aus der Spitzengruppe der Oberliga Nord.
Zunächst steht am Freitag (Spielbeginn: 20 Uhr) das Auswärtsspiel bei den Hannover Scorpions auf dem Programm. Das Team von Headcoach Rico Rossi steht punktgleich (72 Punkte) mit Tabellenführer Tilburg Trappers auf Platz zwei der Oberliga Nord und präsentiert sich seit Wochen in bestechender Form. 14 Spiele haben die Scorpions seit Anfang Dezember absolviert, nur zwei davon gingen verloren, und zwar das Auswärtsspiel in Leipzig (5:8) und am vergangenen Wochenende das Derby bei den Hannover Indians (3:4). Die letzte Heimniederlage datiert vom 28. November. Damals gab es ein überraschendes 0:1 gegen Herne. Zuvor blieb man nur zwei Mal daheim ohne Punkte und verlor dabei deutlich gegen die Hannover Indians (1:4 am 10. Oktober) sowie gegen Tilburg (1:6 am 26. Oktober).
Im direkten Vergleich liegt Leipzig mit zwei Heimsiegen und einer Auswärtsniederlage vorn. Blickt man auf die Teamstatistiken, stellt man fest, dass beim Powerplay, Penalty Killing und bei der Schusseffizienz beide Teams ähnliche Werte aufweisen. Eine größere Differenz weisen die Anzahl der geschossenen und kassierten Tore auf. Die Scorpions-Goalies mussten 102 Mal hinter sich greifen, die Leipziger elf Mal öfter. Mit 133 Treffern ist die Offensiver der Niedersachsen die zweitbeste der Liga. Die KSW IceFighters hingegen trafen 121 Mal ins gegnerische Tor. Beste Scorer der Mannschaft aus der Wedemark sind Allan Mc Pherson (47 Punkte), Justin Kirsch (42) und der während der Saison zurückgekehrte Pascal Aquin (35).
Am Sonntag kommt mit den Hannover Indians der Tabellendritte in den anona ICEDOME. Spielbeginn ist wie gewohnt um 18 Uhr. Zwischen dem 21. Dezember (1:4 bei den Scorpions) und 6. Januar (0:3 in Herne) holten die Indians nur sechs von 21 möglichen Punkten und entbunden aufgrund dieser (laut Chefetage) „Schwächephase“ Headcoach Raphaël Joly von seinen Aufgaben. Interimsweise leitet nun der bisherige Assistant Coach Greg Thompson das Training. Ihm zur Seite hat man Igor Bacek gestellt. Unter dem neuen Coaching-Team gab es seitdem eine Niederlage (0:3 in Duisburg) sowie einen Heimsieg gegen die Scorpions (4:3)
Prunkstück der Hannover Indians ist die Verteidigung. Goalie Timo Herden konnte sich bereits über zwei Shutouts freuen und hat eine Fangquote von 91,2 Prozent. Damit gehört er zu den statistisch besten Torhütern der Liga. Die Anzahl der Gegentore ist beeindruckend gering. Lediglich 81 Tore ließen die Indians zu – und damit ganze 21 Tore weniger als das nächstbeste Team (Scorpions 102). Die Offensive ist, gemessen an den erzielten Toren, die siebtbeste der Liga (107 Tore). Topscorer: Jacob Lagace (43 Punkte), Emil Lessard Aydin (36) und Brent Aubin (29). Gegen die KSW IceFighters gab es in dieser Saison eine Heimniederlage (1:2 OT), einen Heimsieg (5:2) und einen Auswärtssieg (3:2).
Foto: Laura Römer
