Spielberichte

Scorpions bleiben Heimmacht

Auch das zweite Gastspiel dieser Saison bei den Hannover Scorpions endete ohne Punkte für die KSW IceFighters Leipzig, die den Hausherren mit 1:5 Toren unterlagen. In den vier direkten Aufeinandertreffen der Hauptrunde haben damit beide Teams ihre zwei Heimspiele gewonnen.

Die Gastgeber hatten im ersten Drittel deutlich mehr vom Spiel und schossen mehr als dreimal so oft auf das gegnerische Tor (17:5 Torschüsse), doch die überwiegend Schüsse aus größerer Entfernung konnte Leipzigs Goalie Konstantin Kessler ausnahmslos entschärfen. Die IceFighters hingegen konnten sich nur selten im gegnerischen Drittel festsetzen, doch eine dieser Situation führte in der 12. Minute zum Führungstreffer: Nach Vorarbeit von Steve Hanusch zog Jesper Alasaari von der blauen Linie ab und Johan Eriksson lenkte die Scheibe ins gegnerische Tor. Im weiteren Verlauf des Drittels überstanden die Leipziger zudem eine Zwei-Minuten-Strafe unbeschadet.

Im Mitteldrittel sahen die Zuschauer eine deutlich aktivere Gästemannschaft, die mehrere gute Gelegenheiten ausließ, die Führung zu erhöhen und auch zwei eigene Überzahlsituationen nicht zu einem Torerfolg nutzen konnte. Umso überraschender fiel der Ausgleichstreffer in der 33. Minute. Ein Leipziger Fehlpass in der neutralen Zone landete bei Pascal Aquin, der nicht energisch genug gestört wurde, vor das Leipziger Tor zog und aus kurzer Distanz verwandelte. 39 Sekunden vor Ende des Drittels, in dem das Gästeteam mit 12:10 mehr Torschüsse abgab als die Heimmannschaft, brachte Lukas Kopietz die Scorpions in Führung.

Auf jenen Treffer kurz vor der zweiten Pause folgte ein weiterer kurz danach. Arturs Kruminsch erhöhte für die Wedemarker in der 42. Minute auf 3:1. Treffer Nummer vier für die Scorpions folgte Sekundenbruchteile vor Ende eines Powerplays (Torschütze: Marc-Oliver Vallerand) in der 56. Minute und den Schlusspunkt markierte Allan McPherson eine Minute später.

Damit bleiben die Hannover Scorpions die mit Abstand beste Heimmannschaft der Liga mit nur zwei Niederlagen zuhause und klettern zudem an die Tabellenspitze. Die KSW IceFighters verharren auf Platz sechs, weil auch die Hammer Eisbären auf Platz sieben ihr Spiel verloren. Die Plätze vier (Duisburg) und fünf (Halle) sind neun bzw. sechs Punkte entfernt. Allerdings hat Duisburg, die am Freitagabend in Erfurt gewannen, ein Spiel mehr absolviert.

Foto: Laura Römer