Zwei Mal kalt erwischt und am Ende doch gewonnen. Die KSW IceFighters drehten das Spiel gegen den Tabellendritten und gehen mit einem 5:3 Sieg in die englische Woche.
1.954 Zuschauer mussten 45 Minuten warten, um den Start der Begegnung zu erleben, denn aus technischen Gründen hatte sich der Spielbeginn verzögert. Und nach gerade einmal 21 Sekunden stand es bereits 0:1, denn Emil Lessard-Aydin verwertete einen Abpraller zur frühen Führung. Die Gastgeber waren davon unbeeindruckt und bestimmten das Spiel, ohne jedoch Treffer zu erzielen. Möglich waren diese, doch einmal trafen die Leipziger die Torlatte und bei zwei Eins-auf-Null-Situationen war beim Indians-Goalie Endstation. Insgesamt 12:4 Torschüsse und drei Leipziger Powerplays kennzeichnen die Kräfteverhältnisse des ersten Drittels.
Auch der zweite Spielabschnitt begann denkbar unglücklich für die KSW IceFighters. Ein Fehlpass in der neutralen Zone leitete einen Konter der Indians ein, den Ryan Gropp nach 39 gespielten Sekunden erfolgreich abschloss. Doch die Leipziger hatten die richtige Antwort parat. Tim Detig (Luke Volkmann, Max Herzog) traf mit einem Blueliner zum Anschluss in der 23 . Minute. Mitte des Drittels fiel in einer Leipziger Druckphase der Ausgleich durch Daniel Schwamberger (Felix Krüger, Marc Zajic), der einen Fernschuss ins Tor ablenkte. Nach einer Puckeroberung im eigenen Drittel konnte Johan Eriksson (Lukas Vantuch, Jesper Alasaari) einen schnell vorgetragenen Angriff zum 3:2 abschließen und sein Team in der 38. Minute damit erstmals in diesem Spiel in Führung bringen.
Im Schlussdrittel dauerte es knapp zehn Minuten bis zum nächsten Torjubel. Über die Stationen Lukas Vantuch und Tim Detig gelangte die Scheibe bei einem Konter zu Max Herzog, der den gegnerischen Torwart ausspielte und zum 4:2 (50. Min) einschob. Doch auch die Indians meldeten sich noch einmal zurück und verkürzten fünf Minuten später auf 4:3 (Jussi Petersen). In der Schlussphase setzten die Gäste alles auf eine Karte und mussten 26 Sekunden vor Schluss den Emptynetter durch Yannic Bauer (Daniel Schwamberger, Paul Reiner) hinnehmen.
Nach diesem 36. Oberliga-Nord-Spieltag, an dem ausnahmslos die Heimteams gewannen, belegt Leipzig weiterhin auf Tabellenplatz sechs mit sechs Punkten Rückstand auf die Plätze vier und fünf. Noch vier Spiele sind in der Hauptrunde zu absolvieren, das nächste führt die KSW IceFighters bereits am Dienstag an die Ostseeküste zu den Rostock Piranhas.
Foto: Laura Römer
