Am drittletzten Hauptrundenspieltag der Oberliga Nord gelang den KSW IceFighters Leipzig mit 5:3 der erste Sieg gegen die TecArt Black Dragons Erfurt nach zuvor drei vergeblichen Anläufen. Nur eine von mehreren Premieren…
Jene unter den 2.066 Zuschauern, die nicht pünktlich bei Spielbeginn auf ihren Plätzen waren, hatten das schnellste Saisontor der Leipziger verpasst. Nach gerade einmal 19 Sekunden brachte Max Herzog (Jesper Alasaari, Johan Eriksson) sein Team in Führung, nachdem er einen Fernschuss von der linken Seite ins Tor abgefälscht hatte. Das 2:0 in der vierten Minuten war fast eine Blaupause des ersten Treffers. Diesmal war es Johan Eriksson (Emil Aronsson, Jesper Alasaari), der die Flugrichtung des Pucks entscheidend veränderte. Beim 3:0 lenkte niemand mehr die Scheibe ins Tor ab. Das war auch nicht nötig, denn der Blueliner von Felix Krüger (Tim Detig, Lukas Vantuch) fand auch so den Weg ins Erfurter Tor. Premiere: Für den 18-jährigen Förderlizenzspieler war es der erste Saisontreffer im Dress der IceFighters.
Zu Beginn des Mitteldrittels fing der ehemalige IceFighter Louis Postel einen gegnerischen Pass in der neutralen Zone ab und überwand Leipzigs Schlussmann Eric Hoffmann. Doch in der 25. Minute konnten die Gastgeber den Drei-Tore-Vorsprung wieder herstellen. Luke Volkmann (Lukas Vantuch, Felix Krüger) traf aus zentraler Position. Mindestens ebenso sehenswert wie das Tor seines Teamkollegen war auch zehn Minuten später der Torerfolg von Robin Thalmeier (Vincent Hessler, Jesper Alasaari) zum 5:1. Aus kurzer Distanz düpierte er Goalie und Gegenspieler mit einem Tor durch die eigenen Beine.
Erwähnenswert, weil bis dahin noch nicht geschehen: Nach knapp 47 Minuten gab es die erste Strafe des Spiels für die Gäste. Diese und eine weitere noch folgende Überzahl konnten die im Schlussdrittel torlosen Leipziger jedoch nicht nutzen. Dafür betrieb Erfurt noch Ergebniskosmetik. Santeri Haarala (53. Min) und Miro Markkula (59. Min) schossen Treffer zwei und drei für die Black Dragons. Völlig ohne Strafe blieben die Gastgeber – auch das eine Premiere.
Aufgrund der Siege von Duisburg und Halle steht trotz des Leipziger Erfolges am Freitagabend nun auch rechnerisch fest, dass die KSW IceFighters im Februar in der Zwischenrunde die Qualifikationsrunde der Plätze sechs bis elf bestreiten werden. Die Plätze sechs bis acht am Ende der Zwischenrunde berechtigen zum Einzug in die Playoffs. Die Punkte aus der Hauptrunde werden mitgenommen, so dass auch den beiden noch ausstehenden Spielen am Sonntag (in Herne) und Freitag (gegen Tilburg) ein große Bedeutung zukommt.
Foto: Laura Römer
