Nicht zum ersten Mal in dieser Saison haben die KSW IceFighters Leipzig zuhause gegen einen Tabellenletzten verloren und lieferten am Sonntagabend beim 1:4 gegen die Rostock Piranhas die nach Ansicht vieler Beobachter schlechteste Saisonleistung ab.
Beide Teams traten nicht in Bestbesetzung an. Bei den Gästen fehlte unter anderem Toptorschütze Liam Fraser, Leipzig musste auf drei seiner vier besten Scorer (Johan Eriksson, Emil Aronsson, Yannic Bauer) verzichten. Als Entschuldigung für das unterdurchschnittliche Niveau des Spiels kann dies jedoch nicht herhalten, denn allein auf Leipziger Seite standen mehr als ein Dutzend Spieler auf dem Eis, die über Erfahrung aus einer der beiden höchsten deutschen, tschechischen oder schwedischen Eishockeyligen verfügen.
Die Partie war von Beginn an geprägt von Hektik, Unordnung und mangelnder Präzision im Passspiel und vor dem Tor, sowie Unaufmerksamkeiten vor dem eigenen Gehäuse. Beim 0:1 in der 17. Minute durch Manuel Nix profitierten die Gäste vom schlechten Timing beim Leipziger Wechsel.
Im zweiten Drittel blieb das Niveau der Begegnung weiterhin niedrig. Drei Leipziger Powerplays brachten nichts Zählbares und einen Rostocker Konter schloss Joey Luknowsky zum 0:2 (33. Min) ab.
Im Schlussdrittel kam es dann richtig dicke für Leipzig, denn Kilian Steinmann erhöhte bei Rostocker Überzahl auf 0:3 (47. Min). Nach 52 Minuten und 30 Sekunden traf Chad Bassen nach Vorarbeit von Jacob Ficenec zum 1:3. Es sollte der einzige Leipziger Treffer des Tages bleiben. Doch die mit der Führung im Rücken immer sicherer gewordenen Rostocker antworteten zwei Minuten später mit ihrem vierten Treffer, den wieder Kilian Steinmann erzielte.
Eine Chance zur Wiedergutmachung bietet sich für die KSW IceFighters am kommenden Freitag gegen die Black Dragons Erfurt.
Foto: Laura Römer
