Spielberichte

Heimpleite gegen Erfurt

Bis 17 Sekunden vor dem Schluss sah es danach aus, als sollten die KSW IceFighters Leipzig zum ersten Mal seit dem 21. März 2025 zuhause torlos bleiben. Damals war es allerdings ein Playoffspiel gegen den späteren Aufsteiger Bietigheim. Doch Tim Detig verhinderte diese Höchststrafe mit seinem Tor, das jedoch nichts an einer abermals enttäuschenden Vorstellung seines Teams änderte.

Die Gäste aus Erfurt kamen besser ins Spiel und prägten die Anfangsphase. Ab Mitte des Drittels waren es die Leipziger, die sich mehr Spielanteile erarbeiteten. Zwingende Torchancen bleiben jedoch auf beiden Seiten die Ausnahme – auch bei jeweils einem Powerplay pro Team. Einmal landete der Puck im Netz, doch dem vermeintlichen Tor der Erfurter blieb zurecht die Anerkennung verwehrt.

In der 31. Minute führte ein gelungener Spielzug der Gäste zum 0:1 durch Santeri Haarala, der aus kurzer Entfernung die Scheibe ins Tor schob. Dass nach 40 Minuten trotz insgesamt 48 Torschüssen in den beiden ersten Dritteln (24:24) kein weiteres Tor fiel, ist auch den beiden Goalies zu verdanken.

Das Schlussdrittel begann mit einem zaghaften Aufbäumen der IceFighters gegen die sich drohende Niederlage, jedoch blieben nach wie vor große Torchancen aus. Erfurt machte mit der Führung im Rücken nicht mehr als nötig und konnte auf Konter warten. Einen dieser Konter beendete Miro Markkula in der 47. Minute mit dem zweiten Erfurter Tor. Mitten in eine – wohlwollend formuliert – Druckphase der Leipziger kurz vor Schluss dezimierten sich die Hausherren durch zwei Strafen und kassierten das 0:3 in der vorletzten Spielminute (Torschütze: Santeri Haarala). Die Ergebniskosmetik von Tim Detig (Vorarbeit: Chad Bassen, Daniel Schwamberger) wurde bereits eingangs erwähnt.

Der Blick auf die Tabelle der Qualifikationsrunde verrät: Die Einschläge (von den Tabellenplätzen hinter Leipzig) kommen näher und näher. Die Erfurter, die hinter den IceFighters nach wie vor den letzten Playoffplatz einnehmen, sind jetzt nur noch drei Punkte entfernt, Herne und Herford haben jeweils sechs Punkte Rückstand auf die KSW IceFighters. 

Foto: Laura Römer