Zwei Teams aus Nordrhein-Westfalen sind am kommenden Wochenende die Gegner unserer KSW IceFighters Leipzig am vierten bzw. fünften Zwischenrundenspieltag.
Zunächst gastieren am Freitagabend die Herne Miners im anona ICEDOME und damit eine Mannschaft, die in der Zwischenrunde aus bislang zwei Auswärtsspielen siegreich hervorgegangen ist. Sowohl in Erfurt als auch in Hamm gewann man jeweils mit 4:1. Auffällig: Während die Miners in der Hauptrunde in allen relevanten Statistiken unterdurchschnittlich waren, starteten sie im Februar richtig durch. Auch wenn Statistiken nach drei Spielen noch nicht allzu aussagekräftig sind, ist eine Tendenz deutlich ablesbar. Fünf von zwölf Powerplays waren erfolgreich (Quote: 41,7%), nur ein Gegentor bei neun Unterzahlen ergeben eine Penalty-Killing-Statistik von 88,9% und von 89 Torschüssen fanden zwölf ihren Weg ins Netz, was einer Quote von 13,5% entspricht. Die in der Hauptrunde beobachtete Abhängigkeit von den beiden US-amerikanischen Importstürmern Nicholas Ford und Thomas Munichiello scheint nicht mehr so groß zu sein. In der Hauptrunde hatten sie fast die Hälfte der Herner Tore geschossen. In den drei Zwischenrundenbegegnungen scorten sie zwar auch (Munichiello 2 Tore / 1 Assist, Ford 0/4), aber insgesamt sieben verschiedene Spieler trugen sich in die Torschützenliste ein und elf Spieler (einschließlich der erwähnten sieben) konnten Scorerpunkte erzielen. Die bislang besten Zwischenrunden-Scorer sind Dennis Palka (3/2) und Brad Snetsinger (2/3). Auch Verteidiger Hugo Enock und erwähnter Thomas Munichiello trafen je zwei Mal.
Der Sonntagsgegner im Auswärtsspiel der KSW IceFighters sind die Hammer Eisbären, die nach wie vor die Tabelle der Qualifikationsrunde anführen. Und das trotz magerer zwei Punkte aus den bislang drei Zwischenrundenspielen. Lediglich das Auswärtsspiel in Rostock gewannen die Eisbären in der Overtime. Die beiden Heimspiele gegen Herford und Herne gingen deutlich mit jeweils 1:4 verloren. Ähnliches Phänomen wie bei Herne ist auch bei Hamm zu beobachten. In der Hauptrunde waren es neben Topscorer Dominik Lascheit vor allem die schwedischen Wernerson-Libäck-Brüder, die für die Eisbären scorten. In der Zwischenrunde liegen dagegen Thomas Zuravlev und Fabio Frick in der teaminternen Scorerliste vorn. Im Gegensatz zur Hauptrunde hat sich das Penalty Killing verschlechtert – von 81 auf nur 64 Prozent. Auch die Toreffizienz ist um rund ein Drittel heruntergegangen (von 11 auf 7 Prozent).
Allgemein ist zu beobachten, dass sich die Teams, die seit Hauptrundenende außerhalb der Playoffränge sind (Herford, Rostock, Herne) derzeit auf dem Eis deutlich besser präsentieren als jene, die nach wie vor die Playoffplätze einnehmen (Hamm, Leipzig, Erfurt). Es ist an den Leipzigern, diesen Trend umzukehren. Gute Nachrichten aus dem Lazarett: Kapitän Emil Aronsson und Abwehrroutinier Steve Hanusch sind wieder voll ins Training eingestiegen. Ob sie am Sonntag oder schon am Freitag zum Einsatz kommen, wird sich kurzfristig entscheiden.
Foto: Laura Römer
