Vor 1.667 Zuschauern starteten die Hausherren energisch in die Begegnung und konnten sich bereits in der Anfangsphase gute Torchancen erarbeiteten.
Umso überraschender war die Führung der Gäste, für die Jackson Pierson nach einem Konter in der vierten Minute das erste Tor erzielte. Und Herford legte nach – durch Marius Garten in der achten Minute. Doch Leipzig hatte die richtige Antwort parat. Emil Aronsson verkürzte nach Vorarbeit von Johan Eriksson und Vincent Hessler noch in derselben Minute. Die IceFighters drückten auf den Ausgleich, den Herfords Torwart und der Pfosten verhinderten. Das Anfangsdrittel war gerade zur Hälfte rum, als bereits der vierte Treffer der Partie fiel. Leon Köhler traf zum 1:3. Fast jeder Schuss ein Treffer – Herford ungemein effizient. In der Schlussphase der ersten 20 Minuten wurde es ruppig, insgesamt 16 Strafminuten verteilten die Referees.
Das zweite Drittel startete mit einer Leipziger Unterzahl, die als „Altlast“ aus dem ersten Abschnitt übriggeblieben war. Die Gastgeber überstanden diese und waren fortan um einen kontrollierten Spielaufbau bemüht. Herford hingegen beschränkte sich darauf, auf Fehler der Hausherren zu warten, um mit Kontern zum Erfolg zu kommen. Das sollte sich rächen, denn Johan Eriksson (Steve Hanusch, Vincent Hessler) verkürzte in der 27. Minute zum 2:3. Und weitere zwei Minuten später glich Steve Hanusch (Chad Bassen, Jan-Luca Schumacher) nach Videobeweis aus. Das Spiel bliebe nicht lange ausgeglichen, denn David Makuzki brachte die Gäste in der 30. Knute wieder in Führung. Diese hatte wiederum nicht lange Bestand, denn nach 32 Minuten glich Tim Detig (Lukas Vantuch) aus. Riesenpech in der 37. Minute beim ersten Leipziger Powerplay des Spiels: Nach einer unglücklichen Kollision von Goalie Konstantin Kessler und Verteidiger Jesper Alasaari hatte Ryley Lindgren keine Mühe, die Scheibe ins leere Leipziger Tor zu schieben und damit seinen vierten Shorthander der Saison zu erzielen – Ligabestwert. Die Latte verhinderte den Ausgleich in der 39. Minute, so dass es in dieser torreichen Partie mit einer knappen Gästeführung in das Schlussdrittel ging.
In der 48. Minute konnte Vincent Hessler (Emil Aronsson, Johan Eriksson) zum 5:5 ausgleichen. Es hätten in diesem dritten Spielabschnitt noch gut und gerne weitere Treffer fallen können, doch die Entscheidung wurde in die Overtime verschoben. Eine Strafe für Leipzig und ein dementsprechendes Powerplay für Herford beendete 59 Sekunden vor Ablauf der Verlängerung das Spiel (Torschütze: Ryley Lindgren).
Trotz der Niederlage gibt es Grund zur Freude. Nun ist auch rechnerisch klar, dass die KSW IceFighters Leipzig an den diesjährigen Playoffs teilnehmen. Platz zwei der Qualifikationsrunde ist den Leipziger auch nicht mehr zu nehmen, Platz eins ist bei drei Punkten Rückstand auf Hamm und noch neun zu vergebenen Punkten sogar noch möglich. Dies bedeutet, dass die KSW IceFighters, sofern sie den derzeitigen Tabellenplatz behalten, auf die ECDC Memmingen Indians treffen. Überholt Leipzig Hamm, dann hieße der Gegner Tölzer Löwen.
Foto: Laura Römer
