Vorberichte

Memmingen kurz vorgestellt

Zum ersten Mal in der Geschichte der KSW IceFighters Leipzig heißt der Gegner ECDC Memmingen. Grund genug, zunächst einmal die Stadt vorzustellen – auch als Service für jene Leipziger Fans, die unser Team vor Ort bei den Auswärtsspielen unterstützen werden.

Die Stadt unseres Playoffgegners liegt im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben unmittelbar an der Grenze zu Baden-Württemberg. Der Bodensee ist knapp 70 km entfernt und zur bayerischen Landeshauptstadt München sind es rund 115 km. Die Anfahrt ist unkompliziert, denn das Autobahnkreuz Memmingen liegt direkt an der Stadt und verbindet die A7 (Flensburg-Füssen) mit der A96 (München-Lindau).

Memmingen ist eine kreisfreie Stadt und hat mit 44.000 Einwohnern etwas mehr als beispielsweise die sächsischen Städte Freiberg oder Pirna. Die Stadt hat eine lange Geschichte, denn Nachweise einer Besiedlung bereits in der Jungsteinzeit wurden dort nachgewiesen. Funde früher Bauten stammen aus der Römerzeit und die erste urkundliche Erwähnung datiert aus dem Jahr 1128. Im 14. Jahrhundert brach das „Goldene Zeitalter Memmingens“ an, das vor allem von einflussreichen Kaufleuten geprägt wurde. Im 30-jährigen Krieg (17. Jahrhundert) hielt sich der kaiserliche Generalissimus Albrecht von Wallenstein mehrere Monate hier auf. Die Wallensteinfestspiele, eines der größten europäischen Historienfestspiele, erinnern noch daran.

Lohnenswert ist ein Bummel durch die „Stadt der Tore, Türme und der Giebel“ auf jeden Fall. Der vom Rathaus, dem Steuerhaus und der Großzunft geprägte Marktplatz ist ebenso sehenswert wie die barocken Palazzi, das Siebendächerhaus, die gotische Martinskirche, die barocke Kreuzherrenkirche und die pittoresken Straßenzüge sowie der in weiten Teilen noch erhaltene Mauergürtel.

Übrigens verfügt Memmingen über den größten Regionalflughafen Deutschlands. Es ist der drittgrößte Airport in Bayern und gleichzeitig der höchstgelegene. Innerdeutsche Flüge gibt es von hier aus jedoch nicht, daher ist die Anreise per Flieger keine Option, es sei denn, ein paar IceFighter-Fans legen zusammen und chartern einen Privatjet…

Der mitunter auftauchende Spitzname Memmingens „Maustadt“ geht übrigens nicht auf das Kartenspiel „Mau Mau“ zurück, sondern auf eine Sage rund um den „Memminger Mau“. Mau ist mundartlich für „Mond“ und es heißt, dass einige Memminger versucht haben sollen, den sich im Wasser spiegelnden Vollmond herauszufischen, um ihn als jederzeit verfügbares Leuchtmittel zu verwenden.

Foto: Thomas Mirtsch