Spiel eins im Playoff-Achtelfinale geht an die ECDC Memmingen Indians, die am Sonntagabend die KSW IceFighters Leipzig mit 6:2 nach Hause schickten.
2.810 Zuschauer am Memminger Hühnerberg erlebten eine furios startende Gastgebermannschaft, die nach zwei Minuten durch ihren Topscorer Felix Brassard und seinem Powerplaytreffer in Führung ging. In einem ersten Drittel, in dem die Memminger durch eine deutlich höhere Lauf- und Handlungsgeschwindigkeit auffielen, erhöhte der Ex-Leipziger Denis Fominych in der 16. Minute auf 2:0.
Im zweiten Drittel hatten sich die KSW IceFighters besser auf das Spiel der Indians eingestellt und konnten durch Johan Eriksson in einer schwedischen Co-Produktion (Vorarbeit: Jesper Alasaari, Emil Aronsson) in der 23. Minute verkürzen. Auch der Ausgleich lag in der Luft, doch zwei Mal trafen die Leipziger nur den Pfosten. Ins Tor traf wieder Felix Brassard zum 3:1 – in der letzten Sekunde des mittleren Spielabschnitts.
Guter Start ins Schlussdrittel: Tim Detig schoss aufs Tor und verwerte auch gleich den Rebound zum Anschlusstreffer in der 42. Spielminute. Wenig später gelang es den IceFighters gegen das beste Penalty-Killing-Team der Südstaffel nicht, eine fünfminütige Überzahl zum Torerfolg zu nutzen, nachdem Johan Eriksson übel zu Fall gebracht wurde. Das zog für den betreffenden Memminger Spieler auch eine Spieldauerdisziplinarstrafe nach sich.
Bis fünf Minuten vor Schluss blieb das Spiel auf des Messers Schneide. Nach einem Bully in der 56. Minute vor dem Leipziger Tor dauerte es nur wenige Sekunden, bis die Hausherren für die Vorentscheidung sorgten. Und wiederum war es Denis Forminych, der traf. Selbe Minute, nächstes Face-off in der Leipziger Zone – und wieder ein Tor, das unmittelbar daraus entstand. Torschütze diesmal: Nikita Krymskiy. Anschließend geriet Leipzig in Unterzahl, und Edgars Homjakovs schloss das Powerplay erfolgreich zum 6:2 ab. Drei Tore innerhalb von 50 Sekunden ließen alle Hoffnungen auf einen Leipziger Erfolg damit schwinden.
Fazit: Es war deutlich mehr drin für Leipzig in diesem Spiel und das letztendlich deutliche Ergebnis spiegelt den Spielverlauf nicht wirklich wieder. Das macht durchaus Hoffnung darauf, dass das Heimspiel am morgigen Dienstag einen anderen Ausgang nehmen kann. Ausschlaggebend könnten die Special-Teams sein. Memmingen nutzte am Sonntagabend zwei seiner vier Powerplays, Leipzig traf in seinen drei Überzahlsituationen dagegen nicht.
