Spielberichte

Memmingen stellt Serie auf 2:1

Deutlicher als es der Spielverlauf über weite Strecken der Begegnung hergegeben hat, mussten sich die KSW IceFighters Leipzig beim dritten Spiel der Best-of-Five-Serie bei den Memmingen Indians geschlagen geben.

Duplizität der Ereignisse: Wie schon am vergangenen Sonntag am Memminger Hühnerberg führten die Gastgeber nach dem ersten Drittel mit 2:0 und wieder war ein Powerplaytreffer der Dosenöffner für die Gastgeber. Anders als fünf Tage zuvor waren jedoch die Gäste aus Leipzig nicht nur optisch die bessere Mannschaft, sondern kreierten auch jede Menge Chancen vor dem gegnerischen Tor. Das 1:0 (PP) durch Denis Fominych in der 13. Minute stellte den Spielverlauf quasi auf den Kopf. Vier Minuten später erhöhte Leon Fern ebenfalls in Überzahl auf 2:0. Vorausgegangen war ein Strafe durch Spielverzögerung.

Auch im zweiten Drittel waren Ähnlichkeiten zum Sonntagsspiel zu erkennen, denn Tim Detig (Yannic Bauer, Lukas Vantuch) verkürzte in der 27. Minute zum 1:2 aus Leipziger Sicht. Und wieder hatten die Gäste den Ausgleich mehrfach auf dem Schlägerblatt, unter anderem bei einem Lattentreffer von Jan-Luca Schumacher. Kurz nach dem Powerbreak dann ein Memminger Doppelschlag (Tobias Meier und Denis Fominych in der 32. min), den man rückblickend als vorentscheidend betrachten darf. Zwei Minuten später baute Nikita Krymskiy den Vorsprung weiter aus und in der vorletzten Minute des Drittels machte Milan Pfalzer für die Gastgeber das halbe Dutzend voll.

Das Schlussdrittel war gerade drei Sekunden alt, als sich Memmingens Kapitän Tyler Spurgeon nach seinem Stockstich gegen Lukas Vantuch nicht nur aus dem Spiel verabschieden musste, sondern damit auch für Sonntag aus dem Kader nahm. Doch die Überzahl konnte Leipzig nicht nutzen, sondern kassierte sogar einen Shorthander durch Milan Pfalzer. Eine Minute danach traf Sam Verelst zum 8:1 und im Powerplay in der 57. Edgars Homjakovs zum 9:1. Dann wurde es kurios, denn nach dem von Lukas Vantuch gewonnenen Bully in der Spielfeldmitte zog Samuel Mantsch aus der eigenen Hälfte ab und überwand damit den Memminger Goalie. Sein Tor zum 9:2 war gleichzeitig der Schlusspunkt in dieser torreichen Partie.

Vor allem im ersten Drittel und in der ersten Hälfte des zweiten Drittels hatte man wie schon am Sonntag das Gefühl „Hier geht was“, doch ausschlaggebend für den Heimsieg der Indians waren neben der auf Leipziger Seite mangelnden Chancenverwertung vor allem die Leistungen der Special Teams. Memmingen nutzte alle drei Powerplays, Leipzig kein einziges seiner vier Überzahlspiele. Am Sonntag haben die KSW IceFighters ab 18 Uhr die Chance, ein fünftes und entscheidendes Spiel zu erzwingen. Dieses würde dann am Dienstag nächster Woche in Memmingen stattfinden.