Vorbereitungsgegner: GKS Katowice

Am 31. August und am 1. September spielen unsere KSW IceFighters im Rahmen der Saisonvorbereitung bei GKS Katowice. Grund genug, diesen Gegner mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Katowice (dt. Kattowitz) ist mit rund 280.000 Einwohnern die zehntgrößte polnische Stadt und liegt rund sechs Autostunden von Leipzig entfernt. Auf dem Weg dorthin fährt man u.a. an Wrocław (Breslau) und Opole (Oppeln) vorbei. Bemerkenswert: Der Anteil an Grünflächen in der Stadt liegt bei rund 40 Prozent.

Der Verein Górniczy Klub Sportowy (GKS) Katowice entstand 1964 als Fusion aus zahlreichen Sportvereinen der Stadt. Im Jahr zuvor wurde in Kattowitz ein spezielles Komitee einberufen, mit dem Ziel, alle Vereine und Sportklubs der Stadt zu einem großen zu vereinen. Neben der Fußballabteilung ist es vor allem die Eishockeysparte, die große Bekanntheit erlangte. Bis zur erwähnten Fusion 1964 spielte man seit 1920 im eigenständigen Verein Gornik Katowice Eishockey.
Die erfolgreichste Zeit hatte die Eishockeyabteilung von GKS von 1958 bis 1970, als man sechs Mal polnischer Meister wurde. In der Saison 2004/2005 stieg man ab. Der Wiederaufstieg in die Ekstraliga, die heute Polska Hokej Liga heißt, gelang 2013. Zwei Jahre später gab es einen sportlichen Rückschlag, als man wieder absteigen musste. Doch seit 2016 sind die Kattowitzer (Vereinsfarben: schwarz-grün-gelb) wieder erstklassig. 2019 gewannen sie die Hauptrunde und in den Jahren 2022 und 2023 wurden sie polnischer Meister. Die abgelaufene Saison beendete man als Vizemeister.

Ehemalige Spieler von GKS Katowice sorgten auch außerhalb Polens für Furore. Der wohl bekannteste ist Krzysztof Oliwa, genannt „The Polish Hammer“. Er spielte in den Jahren um die Jahrtausendwende u.a. für die New Jersey Devils, Columbus Blue Jackets, Pittsburgh Penguins, New York Rangers, Boston Bruins und Calgary Flames. Er galt als Enforcer und hatte im Verlauf seiner Karriere rund 400 Kämpfe – Respekt! Oliwa ist auch der erste und einzige Pole, der den Stanley-Cup gewinnen konnte (mit den Devils).
Auch Damian Adamus ist einigen Eishockeyinsidern sicher ein Begriff. In den 90ern stand er z.B. bei den Adlern Mannheim und den Krefeld Pinguinen unter Vertrag.

Zurück in die Gegenwart: In der Saison 2023/2024 gehörten Spieler aus acht Nationen dem Kader von GKS an (13 Polen, 5 Finnen, jeweils 2 US-Amerikaner, Schweden und Kanadier sowie jeweils ein Ukrainer, Japaner und Deutscher). Eine mit Deutschland vergleichbare Beschränkung der Ausländerzahl im Team gibt es nicht. Beste Torschützen waren die Finnen und Schweden im Team. Insgesamt elf Spieler hatten 20 oder mehr Scorerpunkte bei maximal 40 bestrittenen Begegnungen.