Der Knoten scheint geplatzt. Mit 6:1 haben die KSW IceFighters am Freitagabend gegen den EHC Neuwied gewonnen und damit den ersten Heimdreier der Saison eingefahren.
Die Gastgeber, bei denen der genesene Robin Thalmeier erstmals in dieser Hauptrunde zum Einsatz kam, setzten ihren Gegner von Beginn an unter Druck. Ganze 17:4 Torschüsse waren im ersten Drittel zu verzeichnen und die Führung für Leipzig schien nur eine Frage der Zeit zu sein. Doch im zweiten Leipziger Powerplay war der Puck plötzlich ohne Zutun der Bären plötzlich im Tor der Leipziger – nach einem unglücklichen Aktion vor dem Tor von Konstantin Kessler in der neunten Minute. Wer diesen kuriosen Treffer noch einmal anschauen möchte, dem sei die Highlight-Zusammenfassung auf Sprade.TV ans Herz gelegt. Da es im Eishockey bekanntermaßen keine Eigentore gibt, wurde der Treffer Tom Chetik zugeschrieben, der als letzter Neuwieder vor dem Tor in Scheibenbesitz war. Der Rest des ersten Spielabschnitts glich einem Belagerungszustand (des Gästetors), aus dem jedoch trotz guter Chancen kein Tor entstand.
Ein Spiel wie eine Ketchupflasche: Erst kam lange nichts (in diesem Fall Tore der KSW IceFighters), dann ganz viel auf einmal, denn vier Tore im Mittelabschnitt sorgten für die Vorentscheidung. Schon 19 Sekunden nach Beginn des Drittels glich Jesse Roach (Jesper Alasaari, Tim Detig) aus und fünf Minuten später brachte Dani Bindels (Daniel Schwaiger, Vincent Hessler) im Powerplay aus nahezu identischer halblinker Position die Hausherren in Führung. Samuel Mantsch (Tim Detig, Jesse Roach) in der 36. und Daniel Schwamberger (Paul Reiner, Daniel Visner) in der 38. Minute sorgten für die klare Führung nach einem Drittel, in dem 17:1 Torschüsse zugunsten der KSW IceFighters gezählt wurden.
Nachdem Tim Detig (Jesper Alasaari, Reid Stefanson) in der 49. Minute das 5:1 erzielte, war es in der 52. Minute Dani Bindels (Vincent Hessler), der mit seinem zweiten Unterzahltreffer der Saison das halbe Dutzend vollmachte und den Endstand herstellte.
Mit diesem Sieg vor 1.504 Zuschauern im anona ICEDOME verbessern sich die KSW IceFighters vom zehnten auf dem siebten Tabellenplatz und liegen im dichtgedrängten Mittelfeld nur noch zwei Punkte hinter Platz drei, allerdings auch nur drei Punkte vor Schlusslicht Herner EV. Die Miners, die am Freitagabend bei den Hammer Eisbären mit 4:1 siegreich waren, sind der nächste Gegner der IceFighters. Das Spiel in Herne beginnt am kommenden Sonntag um 18:30 Uhr.
Foto: Laura Römer
