Spielberichte

KSW IceFighters sind Derbysieger

Das erste Derby der Saison endete mit einem verdienten 5:3 Heimsieg. Daniel Schwamberger gelang dabei ein Hattrick. Für Leipzig war es der fünfte Sieg in Folge.

Vor 2.406 Zuschauern drückten die Gastgeber dem Spiel im ersten Drittel ihren Stempel auf. Sie setzten die Gäste enorm unter Druck und erarbeiteten sich Chance um Chance. Insgesamt 13:4 Torschüsse zugunsten Leipzigs wurden gezählt, was die Spielanteile gut wiedergibt. Umso überraschender war der Führungstreffer der Hallenser in der 12. Spielminute durch Adam Domogalla. Nach diesem Tor „wie aus dem Nichts“ kamen die Gäste besser ins Spiel, konnten aber das einzige Powerplay des ersten Abschnitts nicht verwerten. In der Schlussminute des Drittels erzielte stattdessen Daniel Schwamberger (Daniel Visner, Vincent Jiranek) den hochverdienten Ausgleich für die Hausherren.

In der 24. Minute war es wieder Daniel Schwamberger, der nach Vorarbeit von Vincent Jiranek und Daniel Schwaiger die Leipziger in Führung brachte. Nach einem Hallenser Scheibenverlust vor dem Leipziger Tor wurde Leipzigs Nummer 8 mustergültig in Szene gesetzt und schloss allein vor dem Gästetor kaltblütig ab. Fünf Minuten später gelang Halle der Ausgleich, denn Kyle Bollers konnte aus kurzer Distanz einen Rebound verwerten. In der wohl stärksten Phase der Saale Bulls belohnte sich die Gastmannschaft in Person von Julian Wäser (36. min) mit der erneuten Führung. Damit ging es auch in die zweite Pause.

Beflügelt durch die Führung starteten die Gäste aus Halle besser ins Schlussdrittel, doch das Tor fiel in Minute 45 auf der anderen Seite. Einen Schuss von Paul Reiner konnte Halles Goalie nur abprallen lassen. Das nutzte Daniel Schwamberger aus und netzte zum dritten Mal an diesem Abend ein. Zweiter Assistgeber war Daniel Visner. Ganze 21 Sekunden später hatten wieder die Hausherren die Nase vorn. Über die Stationen Jesper Alasaari und Reid Stefanson gelangte der Puck zu Kameron Kielly, der sich die Chance aus zentraler Position nicht nehmen ließ, die Führung für die Hausherren zu erzielen. Das Momentum war nun wieder klar auf Seiten der KSW IceFighters. Auch eine Unterzahlsituation (die zweite und letzte des Spiels für Leipzig) gegen das beste Powerplayteam der Liga änderte daran nichts. In der 52. Minute hatten die Gastgeber zunächst Pech, als Samuel Mantschs Blueliner nur am Pfosten landete, doch zwölf Sekunden später fuhr Marc Zajic Slalom durch die Gegenspieler und stellte die erste Zwei-Tore-Führung des Spiels her. Jesper Alasaari und Jesse Roach waren die Vorlagengeber. Durch zwei Strafen gegen sich mussten die Saale Bulls die Schlussoffensive abblasen, noch bevor sie begonnen hatte. Somit endete das erste Derby der Saison mit einem, über das gesamte Spiel gesehen, verdienten Sieg der KSW IceFighters Leipzig. Dieser Auffassung schlossen sich auch beide Trainer auf der anschließenden Pressekonferenz an.

Kurios: Für die KSW IceFighters Leipzig war es der siebte Sieg und bei sechs dieser Siege ging jeweils die gegnerische Mannschaft zunächst in Führung. Durch diesen Erfolg, der gleichzeitig auch das erste Viertel der Hauptrunde beendete, verbleiben die Leipziger mit 20 Punkten auf Tabellenplatz vier. Die vor ihnen platzierten Füchse Duisburg haben 22 Punkte und könnten am Sonntag überholt werden, denn dann treffen beide Teams um 17:30 Uhr aufeinander.

Foto: Laura Römer