Die KSW IceFighters mussten sich im Auswärtsspiel bei den Hannover Scorpions mit zwei zu vier Toren geschlagen geben. Dabei hatte es lange Zeit nach einem Punktgewinn der Leipziger ausgesehen.
Das Spiel in (ausgewählten) Zahlen: Über 43 Minuten lagen die KSW IceFighters in Front, lediglich 15 Minuten die Scorpions – aber eben auch nach 60 Minuten. Die Gastgeber, die nach den ersten beiden Spielen noch eine Powerplayerfolgsquote von knapp 70 Prozent hatten, konnten keines ihrer sechs Powerplays nutzen. Auch die zwei Überzahlspiele der Gäste blieben ohne Tor. Die Goalies beider Teams überzeugten mit einer Fangquote von jeweils über 93 Prozent.
Zur Chronologie der Begegnung: Die Leipziger erwischten einen Start nach Maß. Bereits der erste Torschuss nach 70 Sekunden landete im Netz. Marc Zajic (Dani Bindels, Tim Detig) überwand von kurz hinter der blauen Linie den Goalie der Gastgeber. Ganze drei Mal waren die IceFighters im ersten Drittel in Unterzahl, konnten in den ersten 20 Minuten aber dennoch fast doppelt so viele Schüsse aufs gegnerische Tor bringen wie die Heimmannschaft. Trotz guter Chancen gelang aber kein weiteres Tor.
Der erhoffte (und verdiente) zweite Treffer fiel zu Beginn des zweiten Drittels – diesmal nach ganzen 69 Sekunden. Leipzigs Topscorer Reid Stefanson (Jesse Roach, Vincent Hessler) brachte eine vom Torhüter zunächst abgewehrte Scheibe gedankenschnell im gegnerischen Tor unter. In der Folge gab es weitere hochkarätige Chancen auf beiden Seiten, die jedoch ungenutzt blieben bzw. von den jeweiligen Torwarten vereitelt wurden. In der 29. Minute kamen die Gastgeber auf Scoreboard. Nach einem Leipziger Scheibenverlust im gegnerischen Drittel konterten die Scorpions blitzschnell und Topscorer Colin Smith schloss eine Zwei-auf-Null-Situation erfolgreich ab. Von nun an waren die Hannover Scorpions die spielbestimmende Mannschaft, liefen aber bis zum Ende des Drittels dem Rückstand hinterher.
Die 45. Minute entschied, rückblickend betrachtet, das Spiel. Nach einem Face-off im Leipziger Drittel dauerte es lediglich drei Sekunden, bis der Puck im Tor von Konstantin Kessler landete. Carson McMillan traf von der blauen Linie. Eine halbe Minute später verwandelte Colin Smith einen Abpraller aus kurzer Distanz und traf somit zum zweiten Mal in dieser Partie. Weniger Minuten später überstanden die Gäste eine vierminütige Unterzahl und hatten nach dieser noch die große Chance auf den Ausgleich, doch Jesper Alasaaris Blueliner traf nur den Pfosten. Ein Treffer von Justin Kirsch ins leere Leipziger Tor sorgte für den 4:2 Endstand.
