Ganze 22 Sekunden hatten gefehlt, dann wäre es zum ersten Shootout im anona ICEDOME in dieser Saison gekommen. Doch ein spätes Overtimetor von Reid Stefanson sicherte zwei Punkte für die KSW IceFighters Leipzig.
Ein knapper Ausgang beim Aufeinandertreffen der beiden Tabellennachbarn war von vielen Beobachtern erwartet worden – und diese wurden in ihrer Prognose letztendlich bestätigt. Trotz der relativen Torarmut gab Gästecoach Tobias Stolikowski anschließend zu Protokoll, „ein gutes Oberligaspiel“ gesehen zu haben und kein „Halli-Galli 7:8“. Sein Leipziger Gegenüber Håkan Åhlund ging mit seinen Spielern etwas kritischer in Gericht und konstatierte „Konstantin Kessler hat uns die Punkte gerettet“. In der Tat war es Leipzigs Goalie, der bereits im ersten Drittel zwei Mal in höchster Not eingreifen musste, als Gästespieler bei schnellen Gegenstößen allein auf sein Tor zustürmten. Auch die Hausherren hatten in den ersten 20 Minuten mehrere gute Chancen in Führung, doch auch Gästeschlussmann Kyle Hagen hatte einen sehr guten Tag.
In der 25. Minute brachte Constantin Vogt Abwechslung aufs Scoreboard. Tief in der eigenen Zone gelangte die Scheibe zu ihm und verließ seinen Schläger erst beim erfolgreichen Torschuss sieben Meter vor dem gegnerischen Gehäuse. Marc Zajic und Paul Reiner waren die Assistgeber. In der 32. Minute konnten die Hammer Eisbären bei angezeigter Strafe gegen Leipzig den Ausgleich erzielen. Torschütze war Gäste-Topscorer Dominik Lascheit. Weitere Tore fielen im Mitteldrittel nicht.
Dass sich zwei der besten Defensiven der Liga gegenüberstanden, merkte man auch im Schlussdrittel, denn auch hier blieben Tore Mangelware. Auch die Powerplays änderten weder auf der einen noch auf der anderen Seite etwas am Spielstand. Folgerichtig ging das Spiel in die Overtime. Während die bisherigen Verlängerungen mit Leipziger Beteiligung zumeist nach recht kurzer Zeit beendet waren, schöpften die Teams die fünf Minuten fast aus. 22 Sekunden, bevor es zu einer Shootout-Entscheidung gekommen wäre, war es Reid Stefanson, der den Extrapunkt für die KSW IceFighters zur Freude der 1.587 Zuschauer sicherte.
Durch die hart erkämpften zwei Punkte bleibt Leipzig auf Tabellenplatz vier mit jeweils vier Punkten Rückstand auf die Plätze zwei (Scorpions) und drei (Füchse). Am Sonntag heißt der Gegner im Auswärtsspiel EHC Neuwied.
Foto: Laura Römer
