Es bleibt (vorerst) dabei: Die KSW IceFighters Leipzig müssen weiterhin auf den ersten Heimsieg gegen die Tilburg Trappers seit dem 27. Februar 2022 warten. Am Sonntagabend war dieser zum Greifen nahe, doch am Ende setzte sich der Tabellenführer mit sechs zu fünf Toren durch.
Schon in der frühen Phase des Spiels zeigten die Gäste, die mit der Empfehlung von 36 Toren in fünf Spielen angereist waren, ihre Qualitäten. In der vierten Minute fingen sie einen Diagonalpass aus dem Leipziger Drittel ab und gingen durch Max Hermens in Führung. Doch die Gastgeber drehten das Spiel. Zunächst traf in der 7. Minute Daniel Schwaiger (Daniel Schwamberger, Dani Bindels) im Powerplay mit einem Schuss aus knapp 15 Metern und zwei Minuten später war es Marc Zajic, der nach Vorarbeit von Reid Stefanson und Kameron Kielly aus kurzer Entfernung zur 2:1 Führung einschob. Tilburg hatte jedoch die passende Antwort parat: Schütze zum Ausgleich war Kobe Roth in der 11. Minute.
In der 23. Minute senkte sich ein Fernschuss von Paul Reiner (Daniel Schwamberger, Vincent Jiranek) ins Tilburger Tor und die IceFighters gingen wieder in Führung. Brenzlig für die Hausherren wurde es ab der 31. Minute, als sie eine Fünf-Minuten-Strafe zu überstehen hatten. Doch das Tor fiel für die Leipziger, denn Dani Bindels vollendete eine Lehrbuch-Kombination nach Vorarbeit von Jesper Alasaari und Samuel Mantsch zum vielumjubelten 4:2. Mit dieser Führung ging es in die zweite Pause.
Zwei Tore durch Danny Stempher in der 41. und 43. Minute egalisierten das Spiel und Liga-Topscorer Phil Marinaccio brachte die Trappers in der 49. Minute in Führung. Diese hielt ganze vier Minuten, denn Leipzigs Kapitän Jesse Roach (Jesper Alasaari, Samuel Mantsch) konnte mit seinem zweiten Saisontreffer zum 5:5 ausgleichen. In der 57. Minute staubte Kobe Roth zur abermaligen Führung ab. Diese hielt bis zum Ende, obwohl Leipzig in der verbliebenen Zeit noch gute Einschussmöglichkeiten hatte.
Powerplaytor, Shorthander, lupenreines Penalty-Killing, fünf Tore gegen den Spitzenreiter, der bis dahin lediglich 2,4 Tore im Schnitt kassiert hatte – dennoch reichte es für die KSW IceFighters nicht zum Punktgewinn. Werbung für den Eishockeysport war dieses Heimspiel jedoch allemal.
Foto: Laura Römer
